Geselliger Abend mit Geflüchteten alle vierzehn Tage

Im Abstand von derzeit vierzehn Tagen treffen sich regelmäßig die Geflüchteten aus der Sprachgruppe, Freunde, bekannte und neue Gesichter zu einem gemeinsamen Abend. Es ist jedes Mal eine lustige, bunte Runde – 15 bis 30 Personen. Wir spielen Tischtennis, Fußballkicker, Mensch-ärgere-dich-nicht oder Schach. Es wird gequatscht, manchem werden Vokabeln erklärt, Formulare und Schreiben von Ämtern werden gemeinsam durchgeschaut, gesetzliche Vorgaben erläutert oder deutsche Gepflogenheiten. Großes Interesse bei allen, zu erzählen von Sorgen und Erlebnissen, von Plänen und Rückschlägen. Kulturelle oder religiöse Verschiedenheiten werden diskutiert, Gemeinsamkeiten entdeckt, sprachliche Besonderheiten oder Kuriositäten mit viel Gestik und Mimik erklärt – dabei wird immer wieder gescherzt und gelacht. Wir verstehen uns prächtig. Nebenher wird in der Küche gemeinsam für uns wenig bekanntes Essen bereitet. Irgendwann am Abend sind die Tische gedeckt, wir tasten mit Gabeln und Löffeln neugierig durch Herzhaftes, scharf Gewürztes – trinken stark gesüßten Tee, Wasser oder Buttermilch. Zum Nachtisch genießen wir dieses Mal Kekse und Pralinen, von einem der Geflüchteten aus Syrien am Tag zuvor selbst gemacht. Die Kugeln und süßen Taler schmecken vorzüglich. Danach heißt es Abwaschen, Aufräumen, Austausch von Telefonnummern, Verabredungen für Hilfen oder Zusagen für den nächsten Sprachkurs. Es war ein wunderbarer Abend in fröhlicher Runde im Kellergeschoss der Adventgemeinde. Nächstes Mal wieder in vierzehn Tagen.